Inhaltsverzeichnis : Leibniz, Gottfried Wilhelm: Des Freyherrn von Leibnitz kleinere philosophische Schriften

seiner  Harmonie  wider  Baylen
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III.)  Die  Schwierigkeiten  werden
noch  mehr  vergrösert,  wenn  man  be=  Bayle
denket,  daß  eine  menschliche  Machine  eine  fast
unendliche  Anzahl  von  Gliedmasen  in  sich  begreiset; =
  und  daß  sie  der  Wirkung  der  Körper,
wovon  sie  umgeben  wird,  und  welche  durch
unendlich  verschiedene  Bewegungen  in  ihr  tausenderley =
  Arten  der  Veränderungen  erregen,
unausgesezt  unterworfen  ist.  Jch  sehe  kein
Mittel,  wie  man  begreifen  könne,  daß  in  dieser =
  vorherbestimmten  Harmonie  sich  niemahls =
  eine  Verwirrung  ereigne;  und  daß  sie
in  der  Zeit  des  allerlängsten  Lebens  eines  Menschen ¬

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gefasset  habe.  Sie  gehen  nicht  dahin,  als  wenn
der  Körper  des  Menschen  sich,  ich  weis  nicht,
durch  was  für  eine  bekommene  Impression  oder
Kraft  gehöriger  masen  veränderte.  Meine  Meynung =
  beruhet  vielmehr  darauf  /  daß  er  alles  vermöge =
  seiner  hierzu  eingerichteten  Struktur  verrichte. =
  Das  sich  selbst  bewegende  Kunstwerk
welches  den  Bedienten  vorstellen  soll,  dienet  zur
Aufiösung  der  ganzen  Schwierigkeit.  Denn  die
Struktur,  welche  man  demselben  gegeben  hat,
ist  auf  alle  Dienste,  so  es  thun  soll,  zulänglich:
ob  es  gleich  sich  selbst  völlig  überlassen  bleibet
die  erste  Jmpression  auch  nicht  wieder  erneuert
wird;  und  über  dieses  das  erwehnte  Kunstwerk
so  beschaffen  ist,  daß  es  pon  dem  allen,  was
es  zu  Folge  der  Anordnung  seines  Herrn  bewerkstelligen =
  soll,  nichts  weis.  Der  Unterscheid
alsoi,  welcher  zwischen  dem  Körper  des  Cäsars
und  diesem  Automato  ist,  beruhet  nur  darauf
daß  jener  tünstlicher  und  vollkommener  ist;  dieses
geringer.
            
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