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mals wulsten. Liest man man aber die ganze Seite,
auf der die Stelle steht, so kommt man bald, von
dieser guten Meynung zurück:
Riccioli glaubt, dals Coper nikus das Gleichnils ¬
mit dem Schiffe von Cula entlehnt habe.
Allein dieses ist nicht wahrscheinlich. Das- Eaktum,
dals man in einem Schiffe nicht weils, ob es treibt
oder ob es ſtill liegt, iſt eine zu bekannte Sache, als
daſs Copernikus, — der ſein Syſtem 36 Jahre hindurch ¬
von allen möglichen Seiten betrachtet hatte,
nicht sollte von selber darauf gekommen seyn. — Copernikus ¬
citirt den Cardinal Cula gar nicht. — Es
ist nicht wahrscheinlich, dass er die Schriften seines
gelehrten und berühmten Landmanns nicht sollte ge
kannt haben. Aber Copernikus wollte vermuthlich
keine methaphylilche Philosopheme zu Gunſten eines
Systems anführen — welches lich nicht auf Philosopheme, ¬
londern auf Beobachtungen stitzte. Es scheint
ganz in seinem einfachen Charakter zu liegen, etwas
nicht zu nutzen, wodurch er nur der einfältigen Menge
imponirt — aber nicht der Wahrheit gehuldigt hätte.
16.
Wie fehr das, was Copernikus iber die, wahre
Weltordnung lehrt, von dem verschieden ist, was die
Alten darüber philosophirten, das sieht man, wenn
man sein unsterbliches Werk de revolutionibus
liest.
Im ersten Buche gibt er eine Uebersicht, über
den Inhalt des ganzen Werks. — Er lehrt in diesem,