Inhaltsverzeichnis : Binterim, Anton Joseph: Über Ehe, und Ehescheidung nach Gotteswort und dem Geiste der katholischen Kirche

XXVIII
Glauben  definitiv  zu  sprechen,  warum  die
andern  nicht?
—  Doch  nein;  nicht  das
Ansehen  einer  Gemeinde,  nicht  die  Kenntnisse =
  der  Gelehrten  und  Vorsteher,  sondern
nur  die  heilige  Bibel  ist  die  Richtschnur  des
Glaubens  nach  bekannten  Grundsätzen.  Was
folgt  aber  hieraus?  Dies:  Keine  kirchliche
Gemeinde  darf  und  kann  also  in  sich  ein
Recht  erkennen,  den  Untergebenen  mit  wahrer ¬
  Sicherheit  vorzuschreiben,  was  zu  glauben, ¬
  was  zu  lehren  ist;  keine  kann  also  das
sagen,  was  die  wahre  Kirche  immer  gesagt
hat:  Der  h.  Geist  und  wir  haben  es
für  gut  befunden.  Visum  est  spiritui
S.  et  nobis.  Die  Kirche,  die  so  spricht,
darf  keinem  die  Freyheit  gestatten  anders
zu  glauben,  oder  zu  lehren.  Qui  unam
laudat,  sagt  der  h.  Optatus  Milevit.,  cæeteras
  damnat.
So  sprach  immer  die  katholische  Kirche.
Sie  erklärte  sich  als  die  allein  wahre,  die
Einzige,  die  mit  einem  apostolischen  Ansehen ¬
  die  zu  Zeiten  neu  aufsteigenden  Jrrund =

lehren  als  Unkraut  von  sich  entfernte,
            
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