§. 537. Dotalrecht.
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dem Manne die Nutzniessung vorzubehalten. Art. 1555. 2) Eben
so kann sie mit Autorisation des Mannes, nicht aber mit
Autorisation des Gerichts, 39) die in der dermaligen Ehe er40 ¬
Art.
zeugten Kinder mit der Dotalliegenschaft ausstatten.
1556. Vgl. §. 472, §. 537, Anm. 65. 3) Die Dotalliegenschaft -
kann ferner, jedoch nur mit Bewilligung des Gerichts 4)
und nur im Wege der öffentlichen Versteigerung, 42) veräussert -
werden, um den Mann oder um die Frau aus der
Haft zu befreien ; 43) um den Unterhalt der Familie, in
Marcadé Art. 1556. n. 3. Sir. XXXVI,
39) "Tropl. IV, 3347.
II. 25. A. M. Durant. XV, 497. Sir. XLII, II, 77.
40) Ausstatten. — Beide Artikel (1555. 1556) gebrauchen das Wort
établissements. Sie sind also nicht blos von der Bestellung eines
Heirathsgutes zu verstehen. Durant. XV, 494. Sir. XXVIII, II, 246.
L. U. 338. Cit. 467. 583. — Sie sind daher auch auf den Fall anwendbar, ¬
da der Sohn von dem Kriegsdienste durch einen Stellvertreter befreit ¬
werden soll. Sir. XXVIII, II, 189. XXXV, II, 310. XXXVIII, fl,
EXIV. I. 156. — In den Fällen dieser Art. kann die Dotälliegen112. -
schaft auch verpfändet werden. Durant. XV, 492. Gren. tr. des
riv, et hyp. I. 34. Tessier de la dot. I, 60. *Tropl. IV, 3352—3364.
Marc. Art. 1556. n. 4. Sir. XXV, II, 223. KKXIV, II, 685. XXXXVI,
Urtheile
YX
Il. 94. AAAXVII, II, 102. FXLV, I, 256. II, 585. LI, I, 29.
für die entgegengesetzte Meinung s. ibid. XXXVII, II, 230. XXXIX, II.
0
489, XLII, II, 431. P.) In Beiden für Z. Rod et Pont II, 1793, 1794.
41) Der Art. gebraucht das Wort: permission, und nicht das Wort.
autorisation, weil die Veräusserung nach Befinden auch von dem Manne
geschehen kann. Vaz. tr. du mar. Il, 308. Delvinc. III, 109. Bellot
IV. 122 — Die Erlaubniss des Gerichts aber ist in allen diesen Fällen
unbedingt nothwendig. Sir. XII, II, 168. 275. S. jedoch Sir. XXXVI,
II. 323. (Von Erbtheiltengen.) »Das Gericht kann die Erlaubniss auch
verweigern. Sir. XLVI, II, 70.
42) S. C. de pr. Artikel 955 fl. Delvinc. III, 107. Durant. XV.
503fl. (Hier auch von dem Gerichte, welches die Autorisation ertheilen ¬
kann.)
43) Das Gesetz unterscheidet nicht, ob der Mann etc. Schulden halber ¬
oder wegen eines Vergehens verhaftet ist. Jedoch wird das Gericht
allerdings die Ursache der Haft zu berücksichtigen haben. Discuss ad
Art. 1558. Bellot IV, 121. Durant. XV, 508. ("Namentlich ist darauf
zu sehen, ob nicht der Haft eine simulirte Schuld zu Grunde liegt. S.
Sir, XLII. 1, 753. XLVII, I, 57.) — Eben so macht es, wenn der Mann
etc. Schulden halber verhaftet ist, nicht die Bedingung, dass der Mann
nicht von der Rechtswohlthat der Güterabtretung Gebrauch machen
könne. Delvinc. III, 108. Sir. V, II, 120. — Aber die Gefahr einer
bevorstehenden Verhaftung ist nicht hinreichend. Duranton XV, 509.
Sir. XXVII, II, 150. XXXIII, II, 359. XXXVIII, II, 104, XLII, 1, 541
Wie, wenn der Gläubiger den Mann auf das blose Versprechen der
Frau, das Dotalgut der Frau zu veräussern, aus der Haft entlassen hat?
S. Sir. XXXII, II, 587