Inhaltsverzeichnis : Verjährung und gesetzliche Befristung (1)

VORWORT.
Die  vorliegende  Schrift  bildet  den  ersten  grundlegenden
Theil  einer  Untersuchung,  welche  in  drei  gesonderten  Abtheilungen ¬
  veröffentlicht  werden  soll.  Die  Theilung  in  der
Publication  scheint  einer  Motivirung  zu  bedürfen.
Anfänglich  hatte  ich  nur  die  Erörterung  einer  specifisch
wechselrechtlichen  Frage  im  Auge.  Ich  wollte  den  Versuch
machen,  die  zahlreichen  Controversen  aus  dem  Capitel  von
welche  sich  auf  die  Anwendung,
der  Wechselverjährung
Modification  oder  Ausschliessung  der  civilrechtlichen  Verjährungsgrundsätze ¬
  beziehen,  von  einem  Gesichtspunkte  aus
zu  lösen  durch  den  Nachweis,  dass  die  sogenannte  Wechselverjährung ¬
  kein  Fall  echter  Verjährung,  sondern  ein,  mit
derselben  nur  äusserlich  verwandtes,  dem  eigentlichen  Wesen
nach  aber  von  derselben  völlig  verschiedenes  juristisches
Phänomen  sei,  nemlich  ein  Fall  von  zeitlicher  Rechtseinschränkung ¬
  durch  gesetzlichen  dies  ad  quem.  Da  es  sich
nun  bei  diesem  Nachweise  in  erster  Linie  um  den  begrifflichen ¬
  und  praktischen  Unterschied  zwischen  Verjährung  und
gesetzlicher  Rechtsbefristung  im  Allgemeinen  handelte,  so
wandte  ich  mich  mit  dieser  Vorfrage  an  die  Theorie  des  allgemeinen ¬
  Privatrechtes.  Jedoch  vergeblich;  denn  ich  fand,  dass
            
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