Volltext : Lehrbuch der juristischen Encyclopädie (100)

Der  Sternkunst  VIII.  Buch.
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die  beyden  äußersten  Grade,  von  einander  um    unterschieden ¬
  sind,  so  werden  die  Durchmesser  der  Erde  nur  um
unterschieden  seyn.
8ig.  Werden  nun  in  diese  Formel  die  in  Frankreich
und  Peru  gemessenen  Grade  gesetzt,  so  findet  de  la  Condamine =
  daraus,  daß  die  Zusammendrückung  der  Erde
beträgt;  setzt  er  aber  dahin  den  Grad  am  Polarkreise
und  den  in  Peru,  so  findet  er  nur  15.  Diese  Verschiedenheit, =
  welche  die  Rechnung  giebt,  macht  glaublich,  daß
die  Erde  keine  regelmäßig  und  vollkommen  elliptische  Gestalt ¬
  habe,  oder  daß  sich  bey  den  abgemessenen  Graden  einige =
  Unvollkommenheit  finde,  oder  sich  eine  andre  Ursache ¬
  der  Ungleichheit  eingeschlichen,  ohne  welches  man,  aus
diesen  zwo  verschiedenen  Vergleichungen  einerley  Bestimmung ¬
  der  Zusammendrückung  haben  müßte;  der  P.  Boscovich =
  hat  daraus  geschlossen,  daß  der  Grad  in  Norden ¬
  um  etwas  zu  groß  sey.
820.  Wenn  man  die  Größe  der  Zusammendrückung
gefunden  hat,  so  ist  der  Winkel  der  Scheitellinie  mit  dem
Halbmesser  der  Erde,  unter  jeder  Breite  leicht  zu  berechnen. ¬
  Wir  wollen  die  halbe  kleine  Axe  CF  (Fig.  101.)  —  1
setzen,  die  halbe  große  Are  —  1  +  6,  der  Buchstabe  G
drückt  den  Bruch  der  Zusammendrückung  aus:  das  Quadrat ¬
  von  1  +  6  wird  seyn  1  +2/,  denn  wegen  der
Kleinigkeit  von  8,  kann  das  Glied  G'  weggelassen  werden;
es  sey  die  Abscisse  CM  -  x,  die  Subnormallinie  MK
1
aus  den  Eigenschaften  der  Ellypseist =
  =  X.
1+2/
X(126),  indem  man  auch  die  folgenden  Glieder  wegläßt; ¬
  daher  ist  CK  =  2/X  =  26  Cosin.  der  Breite.
Die  kleine  senkrechte  Linie  KD,  die  auf  CO  gefället  ist,
CK.  Sin.  KCD  =  CK.  Sin.  der  Breite  —  2/  Co.
sin.
            
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