Volltext : Crome, Heinrich Wilhelm: Ueber Ackerbau, Getreidehandel, Kornsperren und Landmagazine sowol in rechtlicher als national-oeconomistischer Hinsicht

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blos  scheinbaren,  sondern)  einen  wahren  aͤußerst
schätzbaren  Rutzen  stifte.  Jener  wohlfeile  Preis
es  möge  ihn  der  Mitunterthan,  der  Englaͤnder  oder
Franzose,  der  Ost=  oder  Westindier  anbiethen,  ist  ein
sicherer  Gewinn  für  die  Welt,  und  zuverläßig
nicht  blos  für  den  Fabrikanten,  oder  fuͤr  die  Nation,
zu  der  er  gehört.
Vom  Minister  der  Finanzen,  der  vielleicht  ununterbrochen =
  darauf  sinnt,  wie  er  inläͤndischen  Fabriken
durch  Zwang  empor  helfen  will,  an,  bis  zum  aͤrmsten
Tagelohner  herab,  lege  man,  in  einem  Lande  wo
man  immer  will,  zwei  Fabrikate,  ein  in-  und  ein  ausländisches ¬
  von  gleicher  Güte,  wovon  aber  jenes  doppelt =
  so  viel  als  dieses  kostet,  beyden  zum  Verkaufe  vor,
und,  wenn  sie  nur  an  ihren  individuellen  Nutzen  denken,
wenn  sie  nur  dem,  was  schlichter  Menschenverstand
ihnen  laut  sagt,  Gehöͤr  geben,  so  werden  und  muͤssen
sie  einsehen,  daß  es  unverkennbar  ihr  Vortheil,  daß
es  ihrem  Interesse  gemaͤßer  sey,  die  auslaͤndische
wohlfeilere,  als  die  inlaͤndische  theurere  Waare  zu  kaufen. ¬
  Man  mache  dieses  Experiment  mit  allen  Unterthanen ¬
  eines  Landes  ohne  Ausname,  und  es  ist  mit  der
groͤßten  Zuverlaͤßigkeit  voraus  zu  sehen,  daß  jeder  unbedingt ¬
  nach  der  auslaͤndischen  wohlfeilern  Waare  greifen ¬
  wird.  Es  ist  daher  aus  dem  einfachen  aber  sehr
verkannten  Grunde  —  daß  der  Vortheil  des
Ganzen  immer  nur  der  Inbegriff  aller
            
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