Full text: Scheltz, August: Versuch über den Werth der alten Sprachen und des Studiums klaßischer Literatur der Griechen und Römer

Max 
lanck-Institut für 
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er fremd, wo nur einst eines schaffenden Geistes 
Kraft Blüthen trieb. Je weiter er so zurückgeht, 
an der Hand solcher Führer, desto höher ist der 
Standpunkt aus welchem er das Ganze über 
sieht, desto richtiger das Urtheil das er darüber 
fällt, desto wärmer das Gefühl womit er es 
umfaßt. Nicht selten, in einzelnen Fällen war 
ich mit mir darüber uneins, was Weisheit sei, 
und wer ist das nicht? aber so lange ich lebe, 
d. h. so lange ich vernünftig denken gelernt kann 
ich mich keines Augenblickes erinnern wo ich be 
zweifelte, daß dies der einzige Weg sei, der da 
hin führt. 
Endlich bei mächtigen Erschütterungen großer 
zerstörender Schicksale, wenn in Tagen allgemei 
ner Noth und Auflösung des Bestehenden, die 
Zerrüttung des öffentlichen Zustandes den häusli 
chen Frieden, die Ruhe der Gemüther und die 
Hofnungen der Herzen zertrümmert, wenn sich 
vieles trennt was uns bis dahin theuer und ehr 
würdig war, und wohin wir blicken, nur überall 
Szenen großer Trauerspiele vor unsere Augen tre 
ten, da sind die Wißenschaften nächst Gründen 
der Religion der Menschen einzig sicherer, aber 
auch
	        
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