Full text: Meierotto, Johann Heinrich Ludwig: Rede an des Königs Geburtstage gehalten den 25sten September 1794 im K. Joach. Gymnasium

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ihr Licht, ihre Entfernung vom Mittelpunkte. Jeder 
Gehorsam der Ordnung, durchläuft für sich den ange= 
wiesenen Kreis, drängt sich nicht zur Sonne wenn 
auch im schwächern, erborgten Lichte, wenn auch selte= 
ner gesehen, gehört er doch zur Kette des erstaunens¬ 
würdigen Ganzen; wirkt mit seiner kleineren Masse, 
mit geringerer Schwere dennoch auf alles neben ihm, 
und so durch innigen Anhang verkettet wallen alle zum 
Segen des Weltalls, zum Preise erhabenster Geister im 
stillen, harmonischen Einklange, nach ewiger Weisheit 
Gesetzen. 
Ja, diesen ewigen Gesetzen Deiner Weisheit und 
Güte wollen wir folgen. Dir wollen wir folgen, der 
Du allein das Kleinste, wie das Ganze regierest, allein 
ursprünglich segnest. Wir leiden willig, wenn Leiden 
Deine Welt vollkommner macht; wir hoffen freudig, 
denn noch erhältst Du hier ein Volk, was das Gute 
will; diesem Volke einen König, der nur Gutes herr¬ 
schend sehen will; ein Königshaus, welches nicht in 
Freuden sich vergißt, sondern in treuer Theilnehmung 
an Leiden, dieser besten Schule Deiner Geliebten, er= 
habnerer Menschen, nach deinem Willen herrschen lernt 
und beglücken. 
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