Full text: Degen, Johann Friedrich: Ueber Mittelschulen

mit dem falschen Firnis der so schädlichen und der 
Achtung wahrer Gelehrsamkeit so nachtheiligen Halbwis¬ 
serei ein wenig übertüncht wurde. Die traurigen Fol¬ 
gen davon liegen hin und wieder iezt noch am Tage, in¬ 
dem, wenn auch einer von ienen aus der gemeinen 
Schaar Gediehenen des Guten viel verbreitet, neben 
ihm, besonders in gewissen Ständen, zehn andere des 
Unheils so überschwenglich viel erzeugen, daß ienes ge= 
gen dieses kaum mehr in Betrachtung kommen kann. 
Nebst der Befriedigung ienes sonderbaren Stolzes suchte 
man bisweilen auch noch eine andere Absicht zu errei¬ 
chen, nemlich die, daß man sich auf diese Weise, vor¬ 
züglich in grosen Staaten, vor gewissen Pflichten, wel= 
che im eintretenden Falle die persönliche Vertheidigung 
des Vaterlandes heischen, sicher stellen wollte. Auch der 
Eigennuz regte sich nicht selten dabei. Doch scheint der 
Zeitgeist dafür Sorge zu tragen, daß iener bei dieser 
Gelegenheit fernerhin nicht allzusehr gereizt werden möch¬ 
te. Manche neue Einrichtungen, welche zugleich still¬ 
schweigend den Zuruf bewahren: 
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scheinen daher sehr zwekmäsig und für das Wohl des 
Ganzen mit Ueberlegung berechnet zu sein. Länder, de= 
ren Umfang sich nicht viel über 50 -60 Quadratmeilen 
erstreckte, und deren Bevölkerung etwa 150,000 Men= 
schen betrug, sah man bisweilen nicht ohne Verwunde= 
rung mit sechs bis sieben gelehrten Bildungsanstalten 
prangen. Aeusserlich zwar reizten und lockten diese schö= 
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