Daniel Clasen.
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practischen Philosophie und der Jnstitutionen des Justinians -
bestanden, fuͤhrte er auch Processe, wodurch er
seine jährlichen Einkuͤnfte nicht wenig vermehrte. Doch
erkannten ihm die hohen Gerichte zuweilen ziemliche
Geldstrafen zu, wenn er im Schreiben zu heftig gewesen -
war.
Sein Aufenthalt allhier währete einige Monathe
über zehn Jahre. Der Herzog, Rudolph August, b= | |
rief Clasen unter dem 23. Februar 1668. nach Helmstädt -
an des verstorbenen Enoch Gläsers Stelle
und bald darauf ward ihm zu Kiel das Professorat des
Canonischen und Lehnrechts angetragen, welches er ausschlug. -
Im December desselben Jahres wiederholte
jener Prinz die erste Vocation, deren Wuͤrkung der
Landhofmeister von Post, Clasens bisheriger Patron,
vielleicht zu hindern gesucht hatte. Denn er sahe es
sehr ungern, einen in den Rechten und der Philosophie
so vortreflich erfahrnen Mann, zu verliehren, wie sein
eigener Ausdruck in einer Vorstellung an den Herzog,
Georg Wilhelm, zu Celle lautet. Dießmahl wenigstens -
bath er, ihm die Entlassung zu verweigern, wiewohl -
vergebens, weil der Hof dergleichen Zwang
für unbillig halten mochte. Clasen hatte also die Freyheit, -
dem Rufe zu folgen; doch erweisen die hiesigen
Nachrichten, daß er noch 1670. einige Zeit zu Lüneburg
gewohnt habe. Er konnte solcher Gestalt auch nicht
eher, als in diesem Jahre, sein Helmstaͤdtisches Lehramt
würklich antreten, welches er mit besonderm Beyfalle
verwaltete, so viel nur mancherley Leibesschwachheiten
zuliessen, die er oft empfinden mußte. Eine langwierige
Krankheit seiner Ehegattin, und deren Tod am Ende
des Jahrs 1676. vergrösserte sein Leiden nicht wenig.
Sich dasselbe ertraͤglicher zu machen, und das betruͤbte
Gemuͤth moͤglichster massen aufzumuntern, schaffte er
mit
Voage
Staatsbibliothel
Max-Planck-Institut für
zu Berlin