Full text: Wetzel, Franz Xaver: ¬Die Frau

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auszubessern; die Kinder sind zu beaufsichtigen; da ist 
etwas Neues für das Haus anzufertigen; da müssen 
Strümpfe gestrickt oder geflickt, Hemden genäht oder 
ausgebessert werden. Und so geht es fort den ganzen, 
lieben Tag. Das ist jedenfalls eine sonderbare Haus¬ 
frau, die jemals sagen kann, sie habe nichts zu thun. 
Arbeit ist das Gesetz des Lebens. Drum hat der Dichter 
so schön folgende Haushaltungsregeln zusammengestellt, 
die jede Frau ihrem Gedächtnis einprägen muß: 
„Die Zimmer gelüftet des Morgens gar bald, 
Bei jeglichem Wetter, — ob's warm oder kalt. 
Vorsichtig geh' mit Feu'rung um, 
Brauch' nie dazu Petroleum! 
Petroleum, vergiß das nicht, 
Hat schon viel Unheil angericht't. 
Es liegt ein allgewaltiger Zauber 
In dem kleinen Wörtchen „sauber". 
Polstermöbel muß man klopfen, 
Wasserleitung nicht verstopfen! 
Unsaub're Fenster betrachte als Feind, 
Doch putze sie nie, wenn die Sonne d'rauf scheint. 
Digitalisierungsvorlage: 
Biblio 
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