Full text: Wetzel, Franz Xaver: ¬Die Frau

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das Futter der Haube etwas auffällig vorgekommen sein: 
sie trennte es auf und brachte dem erstaunten Witwer 
— einen Kassaschein von 1000 Francs und nahezu 
2000 Francs in Banknoten. Die Freude des armen 
Mannes war groß; er wäre in nächster Zeit wegen 
rückständiger Zinsen um sein Heimwesen gekommen. 
So hat schon manche Frau durch ihre Sparsam¬ 
keit das Haus vor dem Ruin bewahrt; ja, eine spar- 
same Hausfrau ist ein großer Segen für eine 
Familie. Sei sparsam! Das ist bald gesagt. Aber 
wie muß man's denn machen? Halte dich an folgende 
Grundsätze: 
Erster Grundsatz: Bezahle alle Einkäufe bar. 
Jede Frau, die früher gewohnt war, aufschreiben zu 
lassen und fortan dieses Sprüchlein befolgt, wird we¬ 
nigstens ein Achtel der bisherigen Ausgaben sparen und 
doch um kein Haar schlechter leben. Wie kommt es, daß 
manche ganz unvermerkt, und gewiß auch wider ihren 
Willen, in Schulden geraten, die sie dann einfach nicht 
mehr berichtigen können? Das kommt daher, weil sie 
alles aufschreiben lassen: beim Bäcker, beim Metzger, 
beim Spezereihändler, beim Milchverkäufer u. s. w. Da 
wird dånn natürlich lustig d'rauf losgegessen und ge¬ 
Digitalisierungsvorlage: 
Bibliothel 
e ene nene o tin ehne.
	        
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