Full text: Wetzel, Franz Xaver: ¬Die Frau

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lingstage hatte sein Vater eine große Gesellschaft zu 
Tische geladen. Da legte der Sohn einen Besen quer 
über die Haustreppe, als man vom Tische aufstand, um 
einen Spaziergang durch das nahe Gehölz zu machen. 
„Gieb acht," sagte er zu einem Freunde, der mit ihm 
draußen wartete, „dieser Besen soll mir eine Frau aus¬ 
suchen. Das Mädchen, das den Besen aufhebt und sich 
dessen nicht schämt, soll meine Frau werden." Beide 
warteten, bis die Gesellschaft das Haus verließ. Die 
meisten der jungen Damen schritten über den Besen hin¬ 
weg; einige stolperten darüber. Endlich bückte sich ein 
junges, hübsches Mädchen darnach, hob ihn auf und 
stellte ihn in die Ecke. Der Sohn des Gutsbesitzers 
hielt Wort; er heiratete das Mädchen und ward glück¬ 
lich, denn es war fleißig und arbeitsam. 
Möchte doch der Besen das Wappen aller unserer 
Hausfrauen sein! Und weil der Mensch von Natur 
aus träge ist, so müssen die Hausfrauen auch ihre Kinder 
schon von frühester Jugend an zur Arbeit erziehen. 
Haltet sie neben der Schule und den Schularbeiten zu 
angemessenen Beschäftigungen an und sehet darauf, daß 
sie all' ihre kleinen Obliegenheiten pünktlich und genau 
verrichten. Lasset die Töchter, wenn sie etwas größer 
Digitalisierungsvorlage 
Biblothek 
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