Full text: Wetzel, Franz Xaver: ¬Die Frau

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dort dem Dienste der armen Heiden zu widmen; ihr 
müsset euch nicht in der Einsamkeit der Wüste oder eines 
Klosters begraben und fern von der Welt eure Tage 
verbringen. Ihr könnet mitten in der Welt ein heiliges 
und gottgefälliges Leben führen: ihr dürfet nur 
immer in der Gnade Gottes leben und jeden 
Morgen euer Tagewerk Gott aufopfern; dann 
ist all' euer Thun Gott geweiht, dann sind 
all' eure Arbeiten, mögen sie auch an sich 
noch so niedrig und unscheinbar sein, kost- 
bare Perlen, die einst eure Krone im Him¬ 
mel schmücken werden. Dort wird manche, die 
hienieden berühmt war und einen glänzenden Namen 
hatte, mit leeren Händen dastehen, während eine ver- 
achtete Taglöhnersfrau, eine schlichte Bäuerin groß sein 
und reichen Lohn empfangen wird. 
Ein reicher Gutsbesitzer hielt blutwenig auf die neu¬ 
modische Töchtererziehung und verwarnte öfters seinen 
erwachsenen Sohn vor den vielen modernen „gebildeten 
und naseweisen Dämchen". „Du mußt dir eine rechte 
Hausfrau erwählen," pflegte er zu sagen, „keine Zier¬ 
puppe, die über einen Besenstiel stolpert". Der junge 
Mann nahm sich die Lehre zu Herzen. An einem Früh¬ 
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