Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

Auch ihr sollt ein Zepter tragen, das schöne Lilienzepter der standes-gemäßen Reinheit. ‘„Deine Begierde soll unter dir sein, und du soll st über sie herrschen"’ (Gen. 4. 7), an alle ist dieses uralte Gotteswort gesprochen. Wehe, wenn es anders ist! Wehe, wenn der Satan der Sünde über einen Menschen sein eisernes, schreckliches Zepter führt! ‘„Von wem jemand überwältigt wird, dessen Sklave ist er auch"’ (2. Petr. 2. 19). Dieser furchtbare Ausspruch des hl. Petrus be¬wahrheitet sich nur zu oft; keine grauenvollere Sklaverei gibt es auf Erden, keine grausamere Kriegsgefangenschaft, als wenn Satan einen unglücklichen Menschen in die ehernen Fesseln der Sinnlich¬keit geschlagen hat. G teure Männer! Haltet das Lilienzepter der Reinheit fest und hoch, bleibt freie Kinder Gottes, bewahrt bei aller Entschiedenheit und Entschlossenheit doch auch etwas von der heiligen Eingezogenheit des hl. Josef, seid Herrscher über eure Herzen, Augen und Ohren, seid wachsam und setzet nicht eure Reinheit leichtsinnigerweise Gefahren aus! Hoch das Lilienzepter! Hoch die makellose Reinheit! Hoch den Herrscherstab standesgemäßer Keuschheit!

II.

Liebe katholische Männer! Gott läßt sich von niemandem an Großmut übertreffen. ‘„Mein Joch ist süß, und meine Bürde ist leicht"’ (Matth. 30). Wer ihm dient, wahr¬lich, er hat's nicht zu bereuen. Du magst ihm noch so vieles weihen und opfern, er gibt dir unendlich viel mehr zurück. Wieviel Tausende haben das schon erfahren! Herrlich ist der Lohn des hl. Josef.

1. Eine wunderbare Gegengabe erhielt er für die Liebe, die er seinem Herrn erwies: es war eben der Besitz Jesu selbst die dauernde und bleibende Krone seiner Liebe. Ohne Grenzen und Maß liebte der hl. Josef seinen Pflegesohn; für ihn lebte, arbeitete, litt und opferte er; aber seine Liebe trug auch in sich selbst ihren wunderbaren, glorreichen Preis: Jesus gehörte ihm an. Kein Mann konnte den Heiland so sein eigen nennen als er.

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