Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

I. Religion.

‘„Das ist der Sieg, der die Welt besiegt: unser Glaube."’

(I. Joh. 5.4.)

Liebe katholische Männer!

Es geht ein wildes Hasten und Drängen durch die lvelt. Jeder Tag bringt etwas Neues. Unstet und unruhig verzehrt sich das Menschenherz im verlangen nach vielen Dingen. Heute strebt man mit allen Kräften Einem nach, morgen sucht man wieder ein Anderes. Das Leben wird immer vielgestaltiger. Heißerstrebte Ziele, getäuschte Hoffnungen, zerbrochene Pläne sind der Inhalt manchen Menschenlebens. Nicht alle können mit der rasenden Eile gleichen Schritt halten, sie bleiben zurück und gehen im wilden Treiben unter. In solchen Zeiten bilden sich viel oberflächliche Menschen ohne feste Grundsätze, die nur den Erfolg des Augenblicks anbeten. O so viele gibt es, die sich kaum jemals ernste Rechenschaft ablegen über die eine Frage: Wozu bist du auf Erden? Und doch hängt alles von dieser Frage ab. Das irdische Leben verschwindet wie ein Traum. Und dann kommt die unvergängliche Ewigkeit. Betrachten wir heute miteinander in Kürze den Wert und die Bedeutung der Religion und erinnern uns sodann noch an ein besonderes Mittel, um im religiösen Leben nicht zu erkalten.

I.

Liebe Männer! vielen Menschen scheint nur das Wert zu haben, was für das irdische Dasein nützlich ist. Sie beurteilen das Leben und die Welt nach Gewinn oder Verlust an Geld und Gut: je mehr eine Arbeit einbringt, je höher ihr Lohn ist, desto mehr Wert hat sie; diejenigen Arbeitsstätten sind die besten, auf denen man am meisten verdienen kann; man muß nur möglichst einträgliche Beschäftigungen suchen. Die Annehmlichkeiten des Lebens, die

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