Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

In Bethlehem liegt er als holdes Rindlein in der Krippe, Engel lassen vom Himmel herab als Wiegenlied den lieblichen Friedens¬gesang ertönen, arm und reich, Hirten und Weise, knien an seiner Krippe. Zur Freude und Wonne seiner hochheiligen Mutter und seines frommen Pflegevaters wächst er heran; er, der Gott Himmels und der Erde, gibt den Kindern das herrlichste Beispiel eines Ge¬horsams, wie die Welt ihn nie gesehen.

Und dann nimmt er von Nazareth Abschied, verkündet die erhabenste Lehre, wirkt die großartigsten Wunder, gewährt Armen und Kranken Hilfe und Trost, wie es kein anderer je getan; seine Hirtenliebe treibt ihn von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort; kein Weg ist ihm zu weit, keine Arbeit zu groß, keine Mühe zu schwer. Allen will er alles werden, alle für das Reich seines himmlischen Vaters gewinnen. Preis dir, liebreicher Lehrer und Retter der Welt; Ehre Dir, treuer Freund aller Armen und Bedrängten!

Nach drei Jahren voll Segen und Gnade wird er unter den entsetzlichsten Dualen und Schmerzen gekreuzigt von einer Welt, die seiner nicht würdig war. Seine letzte Kraft, sein letztes Bluts¬tröpflein ist für uns. Er stirbt für die Seinigen, er gibt sein Leben hin für die Menschen, sein heiligstes Herz erschöpft sich in unend¬licher Liebe! O blutüberströmter Heiland, voll Ehrfurcht und Liebe knien wir vor deinem Kreuze nieder und verehren Deine Wunden und Deine Schmerzen!

Dann beginnt sein verklärtes Leben; leuchtend und strahlend in Licht und Herrlichkeit geht er, der Sieger von Golgatha, aus dem Grabe hervor; sein Anblick tröstet seine Mutter, seine Apostel, seine Jünger. Und jetzt wohnt er in den ewigen Wonnen des Him¬mels, die Engel und Heiligen schauen ihn und genießen in seiner Liebe die unaussprechlichen Freuden ewiger Seligkeit. O Herr der Schöpfung, o sieggekrönter Überwinder von Tod und Sünde, Preis und Ehre sei Dir in Ewigkeit!

Sehet, liebe Männer, das ist Jesus! Mögen fromme Gedanken an ihn, seine Herrlichkeit, sein Leben, seine Liebe euch zur Kom- munionbank geleiten! Und jetzt wenden wir unfern Blick von ihm ab auf uns selbst und fragen uns:

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