Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

IX. Vorbereitung auf die heilige Kommunion.

‘„Das Werk ist groß, denn nicht für einen Menschen wird eine Wohnung bereitet, sondern für Gott."’

(l. Paral. 29. 1.)

Liebe katholische Männer!

Allmonatlich findet ihr euch hier ein, um gemeinschaftlich das heilige Sakrament zu empfangen. Solche Stunden sind Höhepunkte in euerm Leben. Vergessen wird die irdische Arbeit und Sorge; verschlossen soll die Seele den Gedanken an vergängliche Dinge sein; spricht doch jetzt Gott zu ihr: „Ich willsie in die Ein- samkeit führen und zu ihren Herzen reden" (Os. 2. 14). Mit ihm allein soll sie sein. Aber so nahe wir auch Gott dem Herrn in diesen heiligen Sakramenten kommen, wir bleiben doch immer schwache Menschen und finden nicht selten, daß auch dann das Gebet uns Schwierigkeiten macht. Auch für die heiligsten Zeiten des Lebens bedürfen wir mancher Beleh¬rungen; aus uns selbst finden wir oft nicht viel.

Nicht als ließe sich die Gnade meistern, und das Gebet ein¬schnüren: keine zwei Menschen gibt es hienieden, deren Gebets¬leben ganz gleich ist; keiner ist wie der andere, keiner redet mit Gott wie der andere. Und doch waren selbst die größten und er¬leuchtetsten Heiligen dankbar, wenn sie Anweisungen und Belehrungen über das Gebet erhielten. Mit welchen Ge-danken kann man sich während der letzten Minuten vor dem Empfang der hl. Kommunion beschäftigen? Diese Frage möchte ich euch auf der Grundlage erprobter Anweisungen, wie sie die Heiligen uns gegeben haben, beantworten. Denkt über ein Dreifaches nach:

1. Wer ist Jesus?

2. Wer bin ich?

3. Was schulde ich Jesus?

I.

Liebe katholische Männer! Wer ist Jesus? Welcher Mensch könnte diese Frage völlig beantworten? Ein ganzes Leben reicht

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