Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

Mißbrauch der Ehe und Familie, ein Mißbrauch, der dem sinkenden Römerreich einst vollends den Todesstoß gegeben hat, macht sich breit, die Erde wird entvölkert, die Hölle bevölkert. Von allen Seiten dringen die gottlosen Grundsätze heran, die schamlosesten Lehren werden allenthalben verbreitet.

Wer gibt da Schutz und Hilfe? Wer beschirmt und behütet die Seele, daß sie nicht in den Höllengrund versinkt? G ich kenne einen, er hat den Teufel und die Welt und die Sünde überwunden; es ist derjenige, welcher im allerheiligsten Altarssakramente zugegen ist. ‘„In allem diesem"’ , sagt der hl. Paulus, ‘„bleiben wir siegreich um dessentwillen, der uns ge¬liebt hat"’ (Röm. 8. 37). Wer sich mit ihm vertraut macht, wer ihn öfters in sein Herz aufnimmt, wird sich mit Sünden, die ihn kränken und beleidigen, nicht befreunden können. Möge das Männerapostolat eine wahre Schutzwehr der Familien werden!

III.

Liebe katholische Männer! Der engere Kreis, in dem ihr lebt, ist eure Familie, der weitere das Vaterland. In ihm sind die Familien zusammengeschlossen. Wir haben stets unser Vaterland geliebt, waren stets für alles Gute und Schöne, das in ihm geschah, begeistert. Aber kaum je ist uns die Pflicht gegen das Vaterland so klar geworden, kaum jemals haben wir so empfunden, was wir ihm verdanken und was wir ihm schulden, wie in unsern harten, schweren Zeiten.

Friede, Sieg, Ruhe, Glück, Wohlstand, o wie heiß und innig wünschen wir es unserm geliebten Vaterland! Schwere Gewitter¬wolken hängen über uns, zuckend fahren die Blitze durch die dunkle Luft, furchtbar majestätisch und ernst rollt der Donner. Und doch muß sich einmal das Gewölk verteilen. Es kommen andere Zeiten. Es wird wieder Friede werden. Aber auch für jene heiß ersehnten Tage des Friedens bleibt ihr, liebe Männer, die von Gott vor allem bestellten treuen und mutigen Beschirmer des Vaterlandes.

O sorgen wir dafür, daß unserm lieben Vaterland das höchste Glück, der größte Reichtum gesichert bleibt! Bedeutungsvoll sind

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