Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

erschrocken die brennende Leuchte eures lebendigen Glaubens, eurer Überzeugungstreue in euren Händen. Tretet unverzagt für Christus und seine Sache ein. „Man nimmt nicht die Leuchte und stellt sie unter den Scheffel, son¬dern auf den Leuchter, daß sie leuchte allen, die im Hau se sind" (Matth. 5. 15). Fürchtet euch nicht, verleugnet niemals eure Überzeugung; verzaget nicht, wenn sie angegriffen wird. Der Feinde sind viele; mag sein, daß der Krieg in den Anschauungen der Menschen Wandlungen bringen wird, eines ist sicher: die Zahl der Feinde des Lichtes wird stets groß sein. Ls bedarf der Fackelträger des lebendigen Glaubens, und wo soll man sie suchen, wenn nicht bei der katholischen Männerwelt?

O, lasset euer Licht leuchten im Kreise eurer Familie. Frau und Kinder bedürfen eures guten Beispiels; in den Häusern, wo der Mann als Kind des Lichtes wandelt, wo das Licht seines guten Beispiels leuchtet, da wird, wie die heilige Schrift sagt, ‘„der Vater, der im Himmel ist, geehrt"’ . Ich weiß es wohl, liebe Männer; es gibt Schwierigkeiten, Rümpfe bleiben nicht aus, Opfer müssen gebracht werden; rein und gottesfürchtig leben ist schön, kann aber auch einmal große Anforderungen an die sittliche Kraft stellen — jedoch erinnert euch in solchen Stunden daran, daß ihr ‘„Kinder des Lichtes"’ sein, euer ‘„Licht leuchten lassen"’ sollt, und daß der süße Lohn nicht aus-bleiben wird: ‘„Der Vater im Himmel wird geehrt werden"’ und es euch an eurem Haus und an euren Kindern lohnen.

Und da ich eben von euren Kindern rede, hört noch ein Wort! Junge Menschenseelen bedürfen des Lichtes. Wie die Blüten im Frühling vergehen, wenn kein Sonnenschein kommt, so verkümmern die Rinderherzen, wenn es um sie herum nur immer Finsternis, Dunkel und Unwetter gibt. Eure Kinder müssen Son-nenschein haben.

Freilich sind der Sorgen viele, besonders in unserer schweren Zeit; mancher Mann muß sich hart plagen, Geschäft und Arbeit machen keine Fortschritte, Lohn und Verdienst sind gering, und

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