Full text: Sträter, Hermann Josef: Männerpredigten

II.

Höret nun noch ein paar Worte freundlicher Mahnung und Aufmunterung. ‘„Wandelt als Kinder des Lichtes!"’ (Eph. s. 8.) Bleibet in der Liebe Gottes! Der echte Christ lebt im Stande der Gnade. Es kommt wohl vor, daß bei schweren Gewittern für kurze Zeit ein Sonnenstrahl durch das finstere Ge¬wölk hindurchbricht, und dann die Dunkelheit wiederkehrt, und das Unwetter mit erneuter Kraft einsetzt. So gibt es auch Christen, die fast immer in der Finsternis der Sünde leben und nur hier und da einmal bei Gelegenheit des Bußsakramentes die Strahlen der Gnade in ihr Herz hineinlassen. O nein, bleibt alle im Lichte der Liebe Gottes! Seid standhaft und beharrlich! Haltet die Finsternis der Sünde fern von eurer Seele: Keine Todsünde!

Ihr kennet das Wort des Heilandes: ‘„Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibet in mir, und ich in ihm"’ (Joh. 6. 57). Diese Verheißung, die das Siegel göttlicher Unfehlbarkeit trägt, lehrt euch das große Mittel der Beharrlichkeit: den regelmäßigen Empfang der heiligen Kom¬munion. Seit den Tagen des unvergeßlichen Pius X. hat der Zutritt zu den heiligen Sakramenten gewaltig zugenommen; auch die Männerwelt ist nicht zurückgeblieben. Große Scharen haben sich im Männerapostolat zusammengefunden. Fragt Hunderte von Seelsorgern und Missionaren, fragt Tausende von Männern, und sie werden es euch sagen: Mancher Mann ist, seitdem er regel¬mäßig wenigstens monatlich zum Tische des Herrn geht, ein „Kind des Lichtes" geworden und wandelt nicht mehr in der Finster¬nis. Haltet fest daran und werbet auch, wenn eine passende Ge¬legenheit sich bietet, für unsere heilige und große Sache!

Noch eine andere Mahnung der heiligen Schrift möget ihr be-herzigen: ‘„Traget brennende Leuchten in euren Händen"’ (Luk. 12. 35); ‘„lasset euer Licht leuchten vor den Menschen, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater preisen, der im Himmel ist" ’ (Matth. 5. 16). Fürchtet euch nicht; traget überall und un¬

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