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mit und überhäuft sie mit seinen Tröstungen. Er sendet
aus über sie einen Strom des Friedens und läßt ihr
Glorie zufließen, gleich einem Gießbache, der seine Ufer
übertritt; er macht sie gleich einem Garten, der allezeit
frisch bewässert wird, und gleich einer Quelle, deren
Wasser niemals versiegen. Wer könnte darum die
Seligkeit beschreiben, welche eine tugendhafte Seele
schon in diesem Leben genießt? Für sie gibt es
keine nagenden Gewissensbisse mehr, welche das Herz
des Bösen foltern. Für sie gibt es keine Betrübniß
mehr, weil die Tugend dieselbe verscheucht, gleich
wie das Licht die Finsternisse der Nacht. Eine solche
Seele ruft im Aufschwung ihrer heiligen Freiheit
und in dem Entzücken ihres Glückes aus: „O, wie
süß ist der Herr Denen, die ihn suchen in der Ausübung -
der Tugend! Ein Tag in deinem Dienste
zugebracht ist mehr werth als tausend Tage im
Dienste der Welt!" Wenn du, o verführerische Welt,
deine Gunst Denen verleihst, welche deinen Grundsätzen -
folgen; wenn du Freuden und Feste hast, um
deine unglücklichen Sklaven zu berauschen, so bietet
der Herr, Dessen Erbarmen unendlich, und Dessen
Großmuth ohne Grenzen ist, unaussprechliche Gnaden
Jenen, die sich voll Liebe unter das Joch seines
heiligen Gesetzes beugen.
O Tugend, dein Werth übertrifft den des reinsten
Goldes, und alles Silber der Welt vermag dich
nicht aufzuwägen. Was sind neben dir alle Stoffe
Indiens mit ihren lebhaften Farben, was der Saphir -
mit seinem Glanze? Mit ihr sind weder Gold,
noch Krystall, noch die kostbarsten Gefäße zu vergleichen; -
alle Güter aber erlangen wir mit ihr.
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