Volltext: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

Um vor diesem Unglücke bewahrt zu bleiben, schauet,
bevor ihr mit Jemandem anbindet, auf bewährte Tugend
und Frömmigkeit. In dieser Beziehung giebt uns der
Patriarch Patriach (sic) Abraham ein herrliches Beispiel. Er wohnte im
Lande der Chananiter, die schlecht und verdorben waren.
Um daher für seinen Sohn Isaak eine gottesfürchtige
Jungfrau als Gattin zu finden, sandte er seinen Knecht
Eliezer weit weg nach Mesopotamien. Durch eine be-
sondere Fügung Gottes begegnete ihm dort Rebecca,
gleich schön durch die Anmuth ihres Leibes wie durch die
Unschuld ihrer Seele und wurde Isaaks Frau. Warum
handelte Abraham derart? Er wußte aus der Ueber-
lieferung, wie einst die frommen Söhne Seths mit den
schönen, aber verdorbenen Menschentöchtern sich verbanden,
wie dadurch das ganze Menschengeschlecht so voll Bosheit
wurde, daß Gott dasselbe durch die Sündfluth vernichtete.

Wer Ohren hat zu hören, der höre! Wie viele
Eltern, welche sich spottwenig kümmern, mit wem ihre
Söhne und Töchter ein Verhältniß anfangen, während doch
der hl. Geist mahnt: ‘„Hast du eine Tochter, so verhei-
rathe sie an einen verständigen, d.h. gottesfürchtigen und
tugendhaften Mann.“’
(Sir. 8.) Wie viele eitle, gefall-
süchtige, sinnliche, heirathslustige Mädchen, welche Bekannt-
schaft anfangen, ohne nur zu fragen, ob einer katholisch
oder reformirt oder gar nichts sei, ob ledig oder ge-
schieden oder nicht einmal geschieden. Ich will der
Frömmigkeit der Töchter nicht zu nahe treten, aber in
der Regel ist es gut, keiner zu trauen, bis sie gewisse
Versuchungen bestanden hat: – und auch dann ist Vor-
sicht noch nicht überflüssig. Wer Ohren hat zu hören,
der hat mich verstanden – ich darf und will nicht mehr
hierüber sagen.

Aber leider Gott giebt es eben auch Jünglinge und
Männer, welche ebenbürtig neben jenen Mädchen stehen

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