Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

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frommen Kinder sind zugleich Kinder Gottes, aber noch 
weit mehr ist die hl. Familie von Nazareth, die Familie 
Gottes, denn der Sohn der Jungfrau ist ja zugleich der 
wahre Sohn Gottes. Wer nun war über diese Familie 
gesetzt? Der hl. Joseph von Gott auserwählt und bestimmt 
zum Manne Mariens. Wenn er auch an Würde, an Gnade 
und Heiligkeit die Mutter Gottes nicht erreichte, so über¬ 
ragte er sie doch durch seine Oberherrlichkeit in der 
Familie. Denn er war ja recht eigentlich der Stellver¬ 
treter des himmlischen Vaters, dem Jesus und Maria 
unterthan waren. Welche Fülle von Gnade und Heilig¬ 
keit mit dieser Würde verbunden war, können wir vielleicht 
ahnen, aber niemals begreifen. 
Warum ist uns diese Wundergestalt gegeben? Es sind 
viele Gründe, aber einer ist gewiß auch folgender: Im 
Geheimniße der Menschwerdung Jesu Christi soll der 
christliche Vater seine Würde wieder erkennen und jene 
Ehrfurcht finden, welche der Sohn Gottes seinem Pflege¬ 
vater bezeugte. Sehet nur! Ueber wen soll der christliche 
Vater nach den Anordnungen Gottes gestellt werden? Ich 
frage nicht, über wen er gar oft gestellt werde, sondern 
über wen er gesetzt werden soll. Denn wir sind nur zu 
oft nicht das, was wir nach dem Willen Gottes eben sein 
sollten, sondern was unsere Leidenschaften verlangen. Ueber 
wen sollte also der christliche Vater gesetzt sein? Oder 
mit wem sollte sich der Jüngling am Altare vermählen? 
Nicht mit einem Mädchen, das eine mehr oder weniger 
traurige Vergangenheit hinter sich hat, sondern mit einer 
Jungfrau, die Jungfrau ist, nicht bloß vor den Menschen 
sondern auch vor Gott. 
Wenn du, christlicher Jüngling, mit einer solchen 
Jungfrau vor dem Altare kniest, redet dich Gott der 
Vater gleichsam mit folgenden Worten an: „Siehe, diese 
Jungfrau habe ich nach meinem Ebenbilde erschaffen; die 
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Hug, christl. Familie. 
 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
igitalsierungsvorlage: 
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