Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

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geben worden in der heiligen Taufe, noch reichlicher in der 
heiligen Firmung, und wird euch durch den Empfang der 
heiligen Sakramente der Buße und des Altars immer 
gnadenreicher mitgetheilt. Wenn ihr dann ganz unbefleckt 
und rein in den Ehestand tretet, wird durch das heilige 
Sakrament der Ehe die Gnaden des heiligen Geistes euch 
noch reichlicher verliehen; wenn ihr dann nach den Plänen 
Gottes anfanget, Mutter zu werden, wird euer Leib erst 
recht ein Tempel des heiligen Geistes. Preiset und ver¬ 
herrlichet deswegen Gott in euerem Leibe, daß ihr dieser 
hohen Würde theilhaftig werdet. An wen soll ich mich da 
zuerst wenden? 
An euch, meine lieben Männer. Welche Ehrfurcht 
sollet ihr vor der Mutter haben! Welche heilige Scheu 
vor dem heiligen Geiste, der in ihr wohnt, vor dem 
Schöpfer aller Dinge, der in ihr schafft und bildet! Welche 
Vorsicht in Werken, in Worten, in Mienen, um das Werk 
Gottes nicht in seinen Anfängen zu zerstören. Mein 
Freund, lasse das Licht dieser Wahrheit in deiner Seele 
leuchten und anstatt in den Wirthshäusern, in leichtfertigen 
Gesellschaften, beim Zeitungslesen zu versimpeln, erforsche 
doch ernstlich einmal dein Gewissen, bevor am Tage des 
Zornes der Schöpfer aller Dinge Rache an dir nehmen 
wird. 
Und ihr alle, machet es wie der hl. Felix v. Canbli¬ 
zio. Dieser verehrte besonders die Geburt Christi aus 
der wunderbarlichen Mutter. Sah er dann eine Frau, 
die bald Mutter werden sollte, hatte er die größte Achtung 
vor ihr und verehrte in ihr die wunderbarliche Mutter 
auf ihrer Reise nach Bethlehem. Wenn es alle so machten 
wie viele Zoten und Possen, die eigentlich nur eine Ver¬ 
höhnung Gottes und der wunderbarlichen Mutter sind, 
würden dann auf einmal aufhören! Aber wenn wir 
Töchter, die noch nicht verehelicht sind, in diesem Zustande 
gtalsierungsvorlage: 
 
DErzbischöfliche Diözesan¬ 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
nbibliothe
	        
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