Volltext: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

Mögen diese Worte etwas beitragen, daß wir wachsen
in der Liebe und Begeisterung für die hl. Kirche und den
hl. Vater, daß wir in treuer Anhänglichkeit an die Braut
Christi in den Stürmen der Gegenwart unsere eigene Seele
retten, viele unglückliche Sünder zur wahren Buße bestimmen
und so für den Himmel gewinnen.

XVII.
Taufe, besonders Kindertaufe.

Die Frucht der Ehe sind die Kinder. Da diese mit
der Erbsünde befleckt das Licht der Sonne erblicken, müssen
sie im hl. Sakramente der Taufe gereiniget und geheiliget,
Kinder und Erben Gottes werden. Bei der wachsenden
Gefahr, den Glauben an dies hl. Sakrament zu verlieren,
bei der großen Gleichgültigkeit, welche die Taufe der Kinder
zu lange verschiebt, ist es durchaus nothwendig, dies Ge-
heimniß einmal tiefer zu entwickeln.

Zuerst rede ich natürlich vom Wesen der Taufe und
dann von der Taufe der Neugebornen. Da sage ich mit
dem hl. Augustinus: ‘„Für diese Kleinen müssen wir um
so nachdrücklicher reden, als sie es für sich selbst nicht
können.“’
So bin ich denn so recht der Anwalt dieser
kleinen, die mit Thränen an das Licht kommen, und so
mit der ganzen Schöpfung nach Erlösung seufzen.

Was ist also die Taufe? Sie ist das Sakrament
der Wiedergeburt durch das Wasser im Worte des Lebens.
Wenn der Mensch durch die leibliche Geburt in's Dasein
tritt, so begegnet er an der Schwelle des Lebens einer
neuen Ordnung der Dinge. Wie er nämlich durch seine
fleischliche Abstammung die Sünde und den Fluch Adams

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