Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

— 157 — 
Mögen diese Worte etwas beitragen, daß wir wachsen 
in der Liebe und Begeisterung für die hl. Kirche und den 
hl. Vater, daß wir in treuer Anhänglichkeit an die Braut 
Christi in den Stürmen der Gegenwart unsere eigene Seele 
retten, viele unglückliche Sünder zur wahren Buße bestimmen 
un dso für den Himmel gewinnen. 
XVII. 
Taufe, besonders Kindertaufe. 
Die Frucht der Ehe sind die Kinder. Da diese mit 
der Erbsünde befleckt das Licht der Sonne erblicken, müssen 
sie im hl. Sakramente der Taufe gereiniget und geheiliget, 
Kinder und Erben Gottes werden. Bei der wachsenden 
Gefahr, den Glauben an dies hl. Sakrament zu verlieren, 
bei der großen Gleichgültigkeit, welche die Taufe der Kinder 
zu lange verschiebt, ist es durchaus nothwendig, dies Ge¬ 
heimniß einmal tiefer zu entwickeln. 
Zuerst rede ich natürlich vom Wesen der Taufe und 
dann von der Taufe der Neugebornen. Da sage ich mit 
dem hl. Augustinus: „Für diese Kleinen müssen wir um 
so nachdrücklicher reden, als sie es für sich selbst nicht 
können." So bin ich denn so recht der Anwalt dieser 
Kleinen, die mit Thränen an das Licht kommen, und so 
mit der ganzen Schöpfung nach Erlösung seufzen. 
Was ist also die Taufe? Sie ist das Sakrament 
der Wiedergeburt durch das Wasser im Worte des Lebens. 
Wenn der Mensch durch die leibliche Geburt in's Dasein 
tritt, so begegnet er an der Schwelle des Lebens einer 
neuen Ordnung der Dinge. Wie er nämlich durch seine 
fleischliche Abstammung die Sünde und den Fluch Adams 
L 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
N 
Digtalisierungsvorlage. 
Derbisch 
oet
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer