Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

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ist der Exkommunikation verfallen. Wollen solche Sünder 
sich später mit der Kirche aussöhnen, so haben sie sich 
zuerst ihrem Pfarrer zu stellen; dieser kann sie mit Voll¬ 
macht des Bischofs von der Exkommunikation lossprechen 
— 
und erst dann können sie beichten und die hl. Communion 
empfangen. 
Warum sage und betone ich das? Damit in Zukunft 
sich niemand entschuldige, er habe diese Entscheidung der 
katholischen Kirche nicht gewußt, und damit jedermann 
wisse, welch' große Sünde er begehe, wenn er gegen die 
Gesetze der Kirche eine Mischehe eingeht. 
Kann mit dieser Sünde der Segen und die Gnade 
Gottes im hl. Ehesakramente verbunden sein? Urtheilet 
selbst im Lichte des Glaubens aber ja nicht im Dunkel 
religöser Gleichgültigkeit, nicht im Rausche der Leidenschaft. 
Wenn daher ein großer Theil der Scheidungen und Wieder¬ 
verheirathungen auf solche Mischehen fällt, ist das einer¬ 
seits einem denkenden Katholiken nicht sonderbar, ander¬ 
seits aber wieder ein schlagender Beweis für die Weis¬ 
heit der katholischen Kirche, wenn sie ihre Stimme immer 
lauter und ernster gegen die Eingehung solcher Ehen 
erhebt. 
Um aber die ganze Größe all' dieser Gefahren irgend 
wie zu ahnen, müssen wir die Geschichte des Reiches 
Gottes in ihrer ganzen Tiefe auffassen. Satan nämlich 
war von jeher der geschworene Feind des menschgewordenen 
Gottes, der uns erlöst hat, und da er ihn auf dem Throne 
seiner Herrlichkeit zur Rechten seines Vaters nicht mehr 
erreichen kann, so verfolgt er ihn in seinen Abbildern auf 
Erden und besonders in der Ehe, dem Bilde der Mensch 
werdung und der Vereinigung Christi mit seiner Kirche. 
Sobald daher der Sohn Gottes in seinem Reiche die Ehe 
zu einem hl. Sakramente d. h. zu einer Quelle der Guaden 
erhebt, welche über Mann und Weib und Kinder sich er¬ 
E 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
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Digitalsierungsvorlage: 
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