Full text: Führer zum Himmel

Beichtandacht. 
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türliche Reue. Diese genügt nicht zum 
Empfang des heiligen Bußsakramentes. 
Die Reue muß übernaturlich sein, 
d. h. sie muß aus einem Beweggrunde 
hervorgehen, den uns der Glaube lehrt, 
3. B. weil man Gott, den gütigsten Vater, 
das höchste und liebenswürdigste Gut da¬ 
durch beleidigt hat, oder weil man den 
Himmel verloren, die Hölle verdient hat. 
Im letzten Falle ist die Reue eine unvoll¬ 
kommene, die aber hinreicht zur Verzei¬ 
hung der Sünden im heiligen Bußsakra¬ 
ment. Bereut man aber seine Sünden, 
weil man Gott, das höchste und liebens¬ 
würdigste Gut, dadurch beleidigt, so ist die 
Reue eine vollkommene. Diese verschafft 
uns schon vor dem Empfange des Bu߬ 
sakramentes die Verzeihung der schweren 
Sünden, wenn sie den Willen einschließt, 
die Sünden bei der nächsten Beichte zu be¬ 
kennen. Darum soll man die vollkommene 
Reue erwecken in Todesgefahr und so oft 
man das Unglück hatte, eine Todsünde zu 
begehen. 
3. Die Reue muß allgemein sein, 
d. h. man muß wenigstens alle schweren 
Sünden von Herzen bereuen. Wer nur 
eine einzige schwere Sünde von seiner 
Reue ausschließt, bekommt keine Verzei¬ 
hung seiner Sünden. Denn solange der 
Sünder sein Herz auch nur an eine einzige 
schwere Sünde heftet, bleibt er ein Feind 
 
Digitalisierungsvorlage: 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
Biblio 
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