Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

bekommen. Die Nahrung sei genügend, aber
zur Gefräßigkeit soll man nicht erziehen.
Ebensowenig zur Feinschmeckerei und zum
Hang nach Naschereien. Auch halte man
schon frühe auf Wohlanständigkeit bei Tische.
In allem, was das Essen und die Eßlust
anbelangt, wird der in der Familie herr-
schende Ton und das Beispiel der Erwachse-
nen so ziemlich ausschlaggebend sein. Je ein-
facher und anständiger es in der Familie
hergeht, desto besser ist es für die Gesundheit
und die sittliche Erziehung der Kinder.

Schwieriger ist die Erziehung zur Mäßig-
keit im Trinken, zur Nüchternheit. Der Ge-
nuß geistiger Getränke hat in unserem Jahr-
hundert stetig an Ausbreitung gewonnen,
und Hunderttausenden Hab und Gut, Ge-
sundheit und Leben geraubt. Er ist eine der
Hauptursachen der heute herrschenden Cha-
rakterlosigkeit, des Zerfalles der Familien,
der Verwahrlosung in der Erziehung.

Zunächst ist es durchaus unstatthaft, schon
den Kindern geistige Getränke zu gestatten.
Für diese sind sie Gift im vollen und buch-
stäblichen Sinne des Wortes. Auch darüber
besteht kein Zweifel, daß ein junger Mensch
gesünder bleibt, körperlich und geistig tüchtiger

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