Volltext: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

anders verhält es sich beim Knaben und
Jünglinge. Da ist das Eingreifen des Vaters
unentbehrlich, und ich berücksichtige darum
im nachfolgenden vorzugsweise das Ver-
hältnis von Vater und Sohn.

Nicht jeder Vater ist in dieser Periode
der Erziehung seiner Aufgabe gewachsen.
Manchen fehlt das nötige Ansehen bei den
Kindern, und dann können sie auch auf die-
selben nicht den gehörigen Einfluß ausüben.
Die Hindernisse des väterlichen Ansehens
können von innen oder von außen kommen.
Wohl niemals wie in unserer Zeit wird alle
geistliche und weltliche Autorität bekämpft und
herabgesetzt. Man betrachtet die Obern nicht
mehr, wie es unsere Religion verlangt, als
Stellvertreter Gottes, und darum fehlt auch
die gebührende Ehrfurcht. Die Ursache die-
ses autoritätslosen Geistes liegt in der Ab-
nahme der christlichen Gesinnungen, und die
Wirkung liegt darin, daß jeder glaubt, selber
alles am besten zu verstehen, und nur seinem
eigenen Urteile, seinem eigenen Kopfe fol-
gen will.

Dieser Geist macht sich bereits fühlbar
bis in die Kinderstube herab. Viel früher
als ehedem sind die Kinder den elterlichen

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