Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

Zum Altare geneigt und denselben küssend:

Wir bitten Dich, o Herr, durch
die Verdienste deiner Heiligen, deren
Reliquien hier sind, so wie aller Hei-
ligen, daß Du mir verzeihen mögest
alle meine Sünden. Amen.

Bei dem feierlichen Gottesdienste beräu-
chert nun der Priester den Altar
. Dieser
Gebrauch stammt schon aus den apostolischen
Zeiten und ist ein schönes Bild des Gebetes.
Der Weihrauch verzehrt sich auf der Glut und
steigt zum Himmel auf, süßen Wohlgeruch ver-
breitend. Ebenso soll das Gebet aus einem von
Liebe entflammten Herzen kommen, das sich
völlig an Gott hingibt. Der Altar soll um-
hüllt sein von den Walken des Gebetes der
Gläubigen, die zum Himmel aufsteigen und
die Wolken durchdringen. Auch der Priester
wird beräuchert, weil sein Herz und das Herz
eines jeden, der an seinem Opfer teilnimmt,
ein geistiger Opferaltar sein soll.

Der Eingang. (Introitus.)

Der Eingang wechselt nach den Festen
und Zeiten; er ist meistens der heiligen Schrift
entnommen und drückt in kurzen Worten den
Grundgedanken der kirchlichen Tagesfeier aus.
Von dem ersten Worte des Einganges hat man

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