Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

das Kind schon früh an sie zu ge-
wöhnen und sie ihm zur anderen Natur
zu machen.

Die Mutter hüte sich, die Dienerin
der Unarten und ungeordneten Begier-
den des Kindes zu werden. Ihre Auf-
gabe ist es, von Anfang an, die Nei-
gungen des Kindes in vernünftiger
Weise zu leiten. Auch das kleine Kind
merkt bald aus dem Tone der Stimme,
aus den Blicken, Mienen und Ge-
bärden, ob die Mutter mit ihm zu-
frieden ist oder nicht, und ob es mit
seinem Ungestüm etwas ausrichtet oder
nicht. Wie Unart und Eigensinn wach-
sen, wenn man ihnen nachgibt, so treten
sie zurück, wenn sie nichts erreichen
und das eigensinnige Schreien kein
Gehör findet. Ich kannte eine Bauern-
familie, in welcher am Sonntage Vater
und Mutter in der Pflege der kleinen
Kinder abwechselten. Einmal war die
Mutter unwohl und lag im Bette.
Da konnte sie nun nicht begreifen, wie

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