Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

gebung kaum beachtet. Aber die Früchte
ihres Wirkens gehen weit über diesen
engen Kreis hinaus, sie sind für Kirche
und Vaterland, für die zeitliche und
ewige Wohlfahrt von der größten Wich-
tigkeit. Was Großes und Edles, Christ-
liches und Heiliges in der Welt vor-
handen ist, fand seine erste Pflege durch
die christliche Mutter. Wohl ist es die
Mutter nicht allein, welche das Werk
der Erziehung zu besorgen hat, aber sie
muß die Fundamente legen. Jahrelang
ist sie fast einzig dabei thätig, das Herz
des Kindes ist in ihrer Hand, sie kann
es formen wie weiches Wachs, sie kann
es lenken und leiten, wie eine Königin
ihr Reich regiert. Und kommt die Zeit,
in welcher auch andere eingreifen sollen,
so muß die Hauptsache schon gethan
sein, es handelt sich nur um den Wei-
terbau auf dem Fundamente, welches
die Mutter gelegt hat.

3. Nicht selten fallen die schönsten
Werke, welche die Sonne geschaffen hat,

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