Volltext: Cramer, Wilhelm: ¬Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll

Vater und der Mutter nicht vor Augen steht, kein
guter katholischer Christ werden möge.

Indem wir dies schreiben, erhebt sich in unserm
Herzen mit der ganzen Lebendigkeit und auf's Er-
greifendste das Bewußtsein, welche wahrhaft unermeß-
liche Bedeutung es habe, daß die Väter wahrhaft
christlich seien. Und jemehr demselben das traurige
Bewußtsein zur Seite steht, daß leider so manche
Väter es nicht sind, desto mehr drängt's, hier, ehe
wir das Bild des Vaters im Nähern zeichnen, ein
Wort der Mahnung vorauszuschicken.

Ein Zwischenakt.

Du liebst deine Kinder; mit deinem ganzen Her-
zen verwachsen ist der Wunsch, sie glücklich zu sehen.
Und dennoch, wir sagten's wiederholt, wird dir das
nie gelingen, wenn du sie nicht zu guten Christen
machst, – nie! Sei versichert, so viel du sie nicht
zu guten Christen machst, so viel legst du den Grund
zu Störungen ihres Glückes, ach, nur zu leicht zu
ihrem Unglücke, zu ihrem ewigen Unglücke. Also zu
guten Christen mußt du die Kinder machen, willst
du sie glücklich machen.

Aber auch das wird dir nie gelingen, wenn du
nicht selbst ein guter katholischer Christ bist; nie !
Kann denn ein Handwerker, der sein Handwerk nicht
übt und auch nichts Rechtes davon versteht, einen
Lehrling zu einem Meister in dem Handwerk heran-
bilden? Oder kann Jemand einen jungen Menschen
zum Meister in einer Kunst heranbilden, die ihm
selbst fremd ist? Noch viel, viel weniger kann ein
Vater sein Kind zu einem guten Christen heranbilden,
wenn er's selbst nicht ist.

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