Volltext: Cramer, Wilhelm: ¬Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll

stattet mit dem ehren- und gnadenvollen Anrechte,
zur Zeit Erbe zu werden all' Seiner himmlischen
Herrlichkeit und Freude.

Ist das nicht dazu angethan, das Herz einer
Mutter, so es anders vom Glauben erleuchtet ist,
zur höchsten Freude zu erheben?

Und welch' ein Beruf, der ihr nun geworden!
Das Kostbarste, was es für Gott selbst außer Ihm
gibt, Sein Kind, in welchem das Bild Seiner gött-
lichen Majestät sich spiegelt, gibt Er (freilich auch
dem Vater, aber so fast mehr noch) der Mutter
anheim, daß sie fortan Seine Gehülfin sei in
dem großen Werke der Heranbildung dieses Seines
Kindes zu jener Herrlichkeit und Seligkeit, welche
Er ihm für alle Ewigkeit zugedacht hat, und auf
daß sie theilhaft werde der Freude, welche da liegt
in dem Bewußtsein, einen Menschen also beglückt
zu haben ewiglich. Welch' ein Beruf! Und daher
welche Würde, die ihr dadurch übertragen worden,
die Mutterwürde !

Siehe da die Lage einer christlichen Ehefrau,
nachdem sie Mutter geworden! Wird – ja muß
ihre Seele nicht voll dankbarer Freude sein? Wird
das Bewußtsein ihrer Mutterwürde und der hohen
Aufgabe, welche ihr dadurch aufgelegt ist, ihr Herz
nicht zugleich heben und zu heiligem Ernste
stimmen?

Und wenn nun, nachdem auch die Wehen im
Geleite des Neugeborenen glücklich überstanden und
die Herstellung erreicht worden, der Gang zum
Gotteshause wieder gestattet ist, was liegt näher,
als daß dieser erste Kirchengang nicht in der

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