Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

begeben, die Eltern um ihren Segen zu bitten. Wenn sie in dieser ernsten Stunde vor die Eltern sich hinknieen und dann ein christlicher Vater, dessen Haare schon zu bleichen anfangen, und eine gute Mutter, die jetzt noch mehr wie sonst fühlt, wie theuer ihrem Herzen das Kind ist, ihre Hände zum Segen über sie erheben und die Fülle der Gnaden und des Glückes auf sie herabstehen, so wird Gott den Elternsegen bestätigen und die Engel werden ihr Amen dazu sprechen. Es ist zu bedauern, daß ein so schöner Gebrauch fast gar nicht bei uns ge¬kannt und noch weniger geübt wird.

So von den Eltern gesegnet, gehen christliche Brautleute mit Zuversicht und Vertrauen in die Kirche, um dort vor dem Nltare in Gegenwart des katholischen Pfarrers oder seines Stellvertreters nach kirchlicher Vorschrift die Ehe zu schließen. Wollte man die Ehe nicht nach kirchlicher Vorschrift ab-schließen und sich mit der bürgerlichen Trauung begnügen, so würde man als Katholik gar keine Ehe eingehen und einfach in einem uner¬laubten, schwer sündhaften Verhältniß dahin¬leben; man würde dadurch seinen innern Abfall von der Kirche auch äußerlich an den Tag legen und im Voraus auf Gott und seinen Segen ver¬zichten. Daher denn auch die Erscheinung, daß nur solche Menschen, die sich um Gott und ihr

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