Volltext: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

entsprechend zu leben und zu wirken, oder in jung-fräulicher Keuschheit, ich möchte sagen, als weiße Lilie zur Ehre Gottes im Kloster oder in der Welt zu blühen und schöne Tugendfrüchte, die den Him¬mel erfreuen, zur Reife zu bringen. Sind solche Seelen der Gnade getreu, dann sind sie sicher die besonderen Lieblinge Gottes und auch eine reiche, sehr reiche Quelle des Segens für die Menschheit. Doch die Meisten unter uns sind wohl zum Ehe¬stande berufen, und wir Alle, auch wir Priester, auch wir Ordensleute werden von dem mächtigen Einflüsse dieses Standes mitberührt. Wissenschaft¬liche Forschungen, industrielle Erfindungen, politische Fragen interessiren gewöhnlich nur engere Kreise, aber die Ehe interessirt alle Stände vom Throne bis herab zur Hütte, die kaum genügend vor der Kälte des Winters schützt. Der mächtigste Mensch, der ein Scepter in seiner Hand trägt, und der letzte und ärmste, der krank in einem Spitale liegt, alle sind mit der Ehe verwachsen. Doch abgesehen von dieser allgemeinen Verbreitung ist die Ehe auch darum ein so wichtiger Stand, weil sie einen wirt¬lich unberechenbaren Einfluß ausübt auf die übrigen Verhältnisse der menschlichen Gesellschaft. Sie ist jene Anstalt, unter deren Macht alle übrigen Ver¬eine, Gesellschaften und Einrichtungen stehen. Ich nehme selbst das katholische Priesterthum nicht aus,

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