Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

ner weicht dem Andern aus, Keiner fällt dem An¬dern zur Last. Ungehindert besuchen sie die Kran¬ken, unterstützen die Armen, geben frei Almosen, gehen ungestört zum heiligen Opfer und halten ohne Hinderniß die tägliche Andacht. Nicht ver¬stohlen macht man das heilige Kreuzzeichen, nicht zitternd die Begrüßung der Glaubensgenossen, nicht stumm das Tischgebet. Zusammen beten sie die Psalmen und wetteifern, wer seinem Gott am Besten lobsinge. Dieses sieht und hört Christus und freut sich, ihnen sendet er seinen Frieden. Denn wo Zwei versammelt sind, da ist er mitten unter ihnen" (Ad uxorem 1. II, c. 9.). Dieses schöne Bild, dieses erhabene Ideal der christlichen Ehe sollten all unsere Eheleute nach Kräften zu er« reichen suchen. Dann fürwahr würde Heil und Segen von ihrer Ehe in reichem Mähe sich auf die Gesellschaft ergießen; es würde dann so recht zu Tage treten, welch hohe, segensvolle Bedeutung die Ehe besitzt.

III.

Die Ehe ist ferner ein überaus wichtiger Stand.. Sie ist dies schon deshalb, weil sie der am meisten verbreitete Stand ist. Es ist gewiß ein hohes Glück, von Gott für das Priesterthum be¬rufen zu sein und dann diesem erhabenen Berufe

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