Volltext: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

4. Unauflöslich ist die Ehe; so verlangt es das Wesen der Liebe, welche die Ehe schließt. Fraget junge Brautleute, die aus reiner, wahrer Neigung den Ehebund mit einander ein¬ gehen, ob in ihrem Herzen auch der Gedanke an eine Auflösung des Bundes sich vorfinde. Beide werden euch staunend ansehen, werden euch nicht verstehen; sie haben sich ja Treue bis in den Tod versprochen. Die wahre Liebe will von einer Tren¬ nung nichts wissen. Selbst bis über das Grab hinaus, bis in die Ewigkeit hinein läßt sie das Band der Einheit reichen. Wie könnte auch in der Ehe von einer starkmüthigen Liebe, von unerschütter¬ licher Treue, von einer freudigen Hingabe an den Beruf die Rede sein, wenn die Dauer des Bandes abhinge von der Laune und Leidenschaft des einen oder anderen Ehetheiles? Der bloße Gedanke an diese Auflöslichkeit wäre ja ein beständiges Damokles¬ schwert, das über solchen Eheleuten schwebte und kein wahres Glück aufkommen ließe.

5. Unauflöslich ist die Ehe; das müssen wir sagen im Interesse einer gesunden, menschlichen Sittlichkeit. Denn könnte man dieses heilige Band leichtsinnig lösen, so würde da¬ durch der Leidenschaft Thür und Thor geöffnet und zwar der furchtbarsten Leidenschaft, die im mensch¬ lichen Herzen sich regt. Die wilden Wogen des

Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer