Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

digen und dadurch Schmach über ihre Kirche bringen. Auch dann verläßt er sie nicht. Er hat ja selbst die trostvolle Verheißung gegeben: „Sehet, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." Nach diesem Vorbilde also soll das Band, das die Ehe¬leute mit einander verbindet, unlösbar sein. Auch bei Kreuz und Leiden sollen sie einander nicht ver¬lassen; dasselbe soll ihr Band nur noch befestigen und es stärker machen. Auch die etwaigen Fehler und Unvollkommenheiten des einen oder des anderen Ehetheiles dürfen dieses Band nicht lösen. Durch dieselben sollen sie sich nur gegenseitig in der Ge¬duld und christlichen Nachgiebigkeit üben, wie auch Christus Geduld und Barmherzigkeit gegen seine Kirche an den Tag legt zu Zeiten, wo die mensch¬lichen Fehler und Gebrechen ihrer Glieder sich in stärkerem Maße wie gewöhnlich zeigen.

2. Unauflöslich ist die Ehe. Das ist und war immer die Lehre unserer heiligen katholischen Kirche. Diese Lehre hat sie oft mit unzweideutigen Worten ausgesprochen, so z. B. auf dem Concil von Trient. Für diese Lehre ist sie, wenn dieselbe irgendwie gefährdet war, immer mit großer Entschiedenheit eingetreten, hat sich da¬durch die Ungunst mächtiger Fürsten zugezogen, ist ihretwegen geschmäht und verfolgt worden. Als Philipp August von Frankreich im Jahre 1193

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer