Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

göttlichen Gnade wird das gemeinschaftliche Gebet schon in natürlicher Weise den Frieden befördern. Wenn der Vater und die Mutter mit ihren theuern Kindern vor einem Crucifixe zum Gebete sich hin-knieen, wenn dieselben Gefühle der Andacht ihre Herzen erfüllen, wenn ihre Lippen dieselben Worte sprechen und ihre Seelen dieselbe Richtung nach Oben zum Gott des ewigen Friedens nehmen, wenn so Alle mit einander und für einander beten und gemeinschaftlich die großen und kleinen An¬liegen der Familie Gott vortragen, ich frage: muß dadurch nicht in einem solchen Hause die Harmonie der Herzen immer schöner und inniger werden? muß dadurch nicht das Band des Friedens und der Liebe immer mehr an Kraft und Stärke gewinnen? Davon kann man sich auch überzeugen, wenn man sich die jetzt leider so selten gewordenen Familien betrachtet, wo diese echt christliche Uebung noch im Gebrauche ist, und wo ein angesehener Vater es nicht unter seiner Würde hält, sich in den Staub hinzuknieen, um mit den Seinigen den unendlichen Gott im Himmel anzubeten und ihn um Gnaden zu bitten. In solchen glücklichen Familien hört man nichts von rohen Ausbrüchen des Zornes, keine Ver-wünschungen und Flüche, nichts von jenen wider-wärtigen Auftritten des Zankes und Streites, die nur zu oft in Familien vorkommen, wo die Herzen

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