Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

wenn sie dann in Schimpfworte gegen diese aus-brechen oder selbst zum Arzt und Bürgermeister gehen, um den Lehrer zu verklagen. Die thörichten Eltern merken gar nicht, daß sie auf dem besten Wege sind, aus ihrem Kinde einen eigensinnigen Trotzkopf zu erziehen, von dem sie selbst später nur eine rohe, unmenschliche Behandlung zu erwarten haben. Sollte das Kind wirklich einmal in unge¬rechter Weise in der Schule gestraft worden sein, so wird es wohl immer das Klügste von den Eltern sein, zu sagen: Hast du es jetzt auch nicht verdient, so hast du es sonst schon zehnmal verdient und hast keine Strafe bekommen. Nimm es also für diese Fälle an und sei von dieser Stunde an wieder ganz aufmerksam und willig gegen deinen Lehrer.

5. Wollen die Eltern ihre Kinder gut und christlich erziehen, so müssen sie endlich viel für die-szfben beten. Unternimmt der Christ ein wichtiges Geschäft, so betet er und empfiehlt den glücklichen Ausgang desselben der Güte Gottes. Steht die Saat des Landmannes im Frühjahr hoffnungsvoll da, so betet er zu Gott, er möge sie schützen vor Hagcl und anderem schädlichen Unwetter. So lehrt uns überhaupt der Glaube, in allen Anliegen zum Ge¬bete unsere Zuflucht zu nehmen. Sollten darum nicht auch die Eltern fleißig beten, daß die Sorg¬falt, die sie auf eine gute Erziehung ihrer Kinder

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