Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Der christliche Mann in seinem Glauben und Leben

Verhältnisse durchdringendes Werk in so kurzer Zeit
von so schwachen Männern unter den größten Schwierig-
keiten vollbracht worden wäre. Hier müssen wir ge-
stehen: Nur dem Allmächtigen war es möglich, mit so
äußerst geringen Kräften das Großartigste zu wirken.
Hier haben wir das Werk des unendlichen Gottes,
nicht aber das der sterblichen Menschen.

2.

Wunderbar groß erscheint unsere heilige katholische
Küche in ihrer Erhaltung . In einer weiten
Ebene steht ein schwaches Kind, eine zarte Jungfrau.
Kein Berg, ja nicht einmal ein Baum findet sich dort,
der ihr Schutz bieten könnte. Nicht kriegerischer Muth
leuchtet aus ihren Augen, sondern nur Friedensliebe
und schüchterne Bescheidenheit. Nie trug sie ein blankes
Schwert oder eine scharfe, spitze Lanze, nie nahm sie
Antheil an einem heißen Kampfe. So steht sie waffen-
los und ohne menschlichen Schutz in der weiten Ebene.
Da auf einmal stürmen Feinde von allen Seiten auf
sie los, herzlose, unmenschliche Feinde mit gewaltiger
Körperkraft, an Krieg und Kampf gewohnt, mit den
sichersten Mordwaffen versehen. Sie schlagen unbarm-
herzig auf die Arme; ein wuchtiger Schlag folgt dem
andern, nicht bloß Minuten, sondern Stunden, ja Tage
lang. Muß die schwache, unbewaffnete Jungfrau nicht
bald unter den Streichen der grausamen Unmenschen
zusammensinken und unter den größten Schmerzen ihren
Geist aushauchen, muß nicht ihr Leib in tausend Stücke

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