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hier betreten kann, werde ich ihn von Zahlen zu
Zahlen, bis auf tausend hinaufführen.
Nun untersuche man, was in seiner Seele
klar ist? da wird man drey Stücke finden. Die
Idee der Einheit; die Idee der Operation, mittelst ¬
welcher man mehrmalen die Einheit zur Einheit =
hinzugesezt hat; endlich das Besinnen, daß
man das Zeichen tausend nach den Zeichen neun
und neunzig, acht und neunzig, u. s. w. gedacht ¬
habe. Diese Zahl ist weder durch die Idee
der Einheit, noch durch die Idee der Operation,
wodurch die Einheit vermehrt wurde, determinirt
worden; indem sich diese Stücke auch bey allen
übrigen Zahlen finden; sondern weil das Zeichen
tausend dieser einzigen Menge allein zukömmt: so
wird die Zahl blos durch dasselbe determinirt,
und von andern unterschieden.
§. 5. Es ist demnach außer Zweifel, daß ein
Mensch, der nur bey sich selbst rechnen wollte,
eben so viel Zeichen erfinden müßte, als wenn er
seine Rechnungen andern bekannt machen wollte.
Warum sollte nun das, was in der Arithmetik
wahr ist, nicht auch in den übrigen Wissenschaften
wahr seyn? Würden wir wohl je über Gegenstände ¬
der Metaphysik und der Moral nachdenken
können, wenn wir nicht, zur Festhaltung unsrer
Ideen, Zeichen erfunden hätten, nachdem wir
neue Sammlungen veranstalteten? Müssen die
Wörter nicht für die Ideen aller Wissenschaften
das seyn, was die Ziffern für die Ideen der
Arithmetik sind? Es ist sehr wahrscheinlich, daß
Condillac.