Der englische Regierungs-Entwurf.
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Die Dauer von 14 Jahren ist mit gesperrter Schrift gedruckt, -
es scheint also, dass diese Frage erst im Ausschuss näher
erörtert werden soll. Es würde ein grosser Gewinn sein, wenn
man die Dauer der amerikanischen gleich setzte. Jetzt erlischt
das amerikanische Patent vor Ablauf der Zeit mit dem englischen
(wenn letzteres, wie üblich, vor jenem datirt). Die Amerikaner
seien darüber sehr unzufrieden und wünschen das geändert zu
sehen (sollen es nur erst selbst thun!). Die englischen Patente
datiren vom Tage der Anmeldung, die amerikanischen aber vom
Tage der Bewilligung. Da nun aber gleichzeitig und zwar sofort
nach Bezahlung der zweiten Taxe die amerikanische Beschreibung
gedruckt und nach England geschickt wird, wodurch hier die
Patentnahme unmöglich wird, so ist es fast nicht durchzusetzen,
wenigstens nur mit Hilfe besonderer Massregeln, dass das amerikanische -
Patent vor dem englischen datire. Bis also diese einfältige -
Abhängigkeit der Patente von einander, die wir in Deutschland -
und Oesterreich glücklicherweise nicht kennen, aufgehoben,
ist Gleichmässigkeit der Patent-Dauer im beiderseitigen Interesse.
Hierauf wendete sich Br. gegen die Bestimmungen des Entwurfes, -
welche den Gerichten und dem Privy Council eine Menge
verschiedenartiger Dinge aufladen, wie die Verlängerung der
Patente, die Bewilligung von Verbesserungen derselben, die Auferlegung -
von Bedingungen u. s. w. Die Bestimmung über die
Verbesserungen hält er für ungeheuerlich. Der Erfinder soll
die Verbesserung seiner Beschreibung als ein Recht verlangen
können, nicht als eine Gnade erbitten müssen. Wenn er einen
Fehler gemacht hat, so soll er ihn ohne grosse Kosten und ohne
lästige Bedingungen verbessern dürfen. Diese Machtbefugniss der
Behörden, auch auf die Verlängerungen der Patente ausgedehnt,
würde gegenwärtig in einer Weise geübt, dass die Patente sehr
an Werth verlören. Erst kürzlich sei eine wohlbekannte SchiffsWerfte -
um die Verlängerung eines Patentes für einen SchraubenDampfer -
eingekommen. Die Verlängerung wurde bewilligt, aber
nur unter der Bedingung, dass keine Werft, welche für die Regierung -
arbeite, Licenz-Gebühr zahle. Diese Bedingung sei eine