Objekt : Steiger, Jakob: Zur Orientierung über die Frage der Eisenbahnverstaatlichung in der Schweiz

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Schwyz  der  Verlust  eines  Steuerkapitals  der  Nordostbahn  von
gegen  einer  Million  Franken.  Auch  den  Kanton  Zürich  trifft
der  Artikel  in  empfindlicher  Weise.  In  der  „Neuen  ZürcherZeitung“ ¬
  war  in  einer  Korrespondenz  vom  10.  Oktober  1897
folgendes  zu  lesen:  „Eine  Frage,  der  gewiß  nicht  geringe  Bedeutung ¬
  zukommt,  ist  meines  Wissens  bei  den  Verhandlungen
über  die  Verstaatlichung  der  Eisenbahnen  nur  beiläufig  berührt
worden,  nämlich  die  Steuerfrage.  Zwar  sind  nicht  alle  Bahnlinien ¬
  den  Gemeinden,  die  sie  durchziehen,  steuerpflichtig,  aber
eine  Anzahl  ist  es  sicher  und  gewiß.  Die  Nordostbahn  z.  B.
zahlt  an  die  an  der  ehemaligen  Nationalbahn  und  an
der  Linie  Effretikon=Hinweil  liegenden  Gemeinden
nennenswerte  und  erkleckliche  Steuern  und  erleichtert  diesen  Gemeinden ¬
  ihren  Haushalt,  ja  ermöglicht  durch  ihre  Steuerquoten
manches  nützliche  Unternehmen,  das  vielleicht  sonst  unausgeführt
bliebe.  Jedenfalls  sind  diese  Steuern  den  Gemeinden  sehr  willkommen ¬
  und  sehr  wohlthätig;  ihr  Wegfall  dürfte  vielerorts  sehr
empfunden  werden.  Wie  wird  es  aber  mit  dieser  Besteuerung
der  Eisenbahnen  für  Gemeindezwecke  kommen,  wenn  die  Bahnen
verstaatlicht,  d.  h.  in  den  Besitz  und  ins  Eigentum  des  Bundes
übergegangen  sind?  Vermutlich  wird  der  Bund  für  seine  Bahnen
keine  Gemeindesteuern  zahlen  wollen,  wie  die  Privatgesellschaften
es  thun  müssen.  Allein  wenn  der  Bund  seine  Bahnen  steuer
frei  erklären  will,  schädigt  die  Verstaatlichung  viele  Gemeinden
in  sehr  fühlbarer  Weise.  Es  wird  ihnen  dadurch  eine  reichlich
fließende  Einnahmsquelle  verstopft.“
Folgende  Details  geben  über  die  Steuerfrage  im  Kanton
Zürich  näheren  Aufschluß.  Die  Nordostbahn  zahlte  pro  1896
an  Gemeindesteuern  im  Kanton  Zürich  für  die  nicht  steuerfreien
Linien  ohne  Einschluß  der  Stadt  Zürich:
Linksufrige  Zürichseebahn:  Kilchberg  circa
Fr.  500.  —,  Rüschlikon  ca.  450.  —,  Thalweil  ca.  550.
Oberrieden  ca.  300.Horgen -
  ca.  1000.  —,  Wädensweil  ca.
2450.—,  Richtersweil  ca.  850.  —.  Total  ca.  Fr.  6100.
            
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