Augen, und so streitet für euren Glauben, für eure Weiber und Kinder,
folgt den Geboten eures Propheten, und geht hinaus zum Gefecht gegen
eure Feinde; denn jetzt ist Widerstand besser, als aller gebotener Gottesdienst; ¬
wer seine Feinde bekämpft, wird im Paradiese wohnen. Seht!
auch ich komme herab aus meiner Zelle, darum bleibe keiner von euch
aus dem Kampfe zurück.“ — Dann liess er seine Leiter hinab, und stieg
hinunter. Als sie dies sahen, drängten sie sich zu ihm, und küssten
ihm die Hände, und warfen sich zu seinen Füssen nieder. Er befahl
ihnen, ihm zu folgen. Und er führte sie in die Kirche Rostenara, welche
jetzt die Hauptmoschee ist, und in die Kirchen, welche sie umgaben,
und betete daselbst: dann begab er sich mit ihnen in die Kirche Termiusa, ¬
und Scharchia, und die der Lichter, und Johannis, und Reria,
und Marius, und in die Goldkirche, und betete mit ihnen in jeder, und
predigte ihnen, und ermahnte sie zum Streite. Dann zog er mit ihnen
nach dem Kloster Damluh, welches am römischen Hippodrom gegen
das Säulenthor lag, und rief den Mönch, der dort wohnte: Nun ist es
nicht mehr die Zeit der Einsamkeit, noch des Gottesdienstes; und er
liess nicht nach, bis auch dieser Mönch herauskam, und folgte. Dann
zog er mit allem Volk nach Niszibin. Der Fürt Tariates kam ihm entgegen, ¬
stieg vom Pferde ab, und ging vor den beiden Mönchen her,
bis zur Rathedralkirche der Maria. Das Volk von Niszibin kam zu ihm,
und er ermahnte sie zum Streit; sodann führte er sie zur Kirche des
Täufers, welche jetzt die Hauptmoschee ist, und betete daselbst; und
es war keine Kirche und kein Rloster zu Niszibin, wo er nicht gebetet
und das Volk zum Streit entflammt hâtte. Also that er auch zu Maarin ¬
und den umliegenden Orten. Dann kehrte er nach Niszibin zurück, ¬
und nahm seine Wohnung in einem Rloster am Römischen Thore;
man nennt es jetzt die Moschee Kende, damals aber nannte man es
das Kloster des Abendmahls (Deir Kurban). Allda betete er. Dann
kaufte er sich einen Panzer und ein Streitross, und zog nach Ras Ain.
Sein Ruf kam vor Arsius, der sich ihn von Schahriam erbat, um den
Vortheil seines Raths zu erhalten. Schahriam erfüllte seine Bitte; desswegen ¬
übertrug er es ihm, die gefangenen Gefährten des Propheten
nach Mardin zu führen. Unterwegs begegnete er der Maria auf ihrem
Wege, wie bereits erzählt ist, und dem Fürsten Arsius selbst mit seinem ¬
Heere, der sich zu Schahriam begab. Diesem meldete er, was die
Gefangenen betraf, und sagte: „Ich bin der Mönch Mischa, Sohn des
Christodulus (Abd el Mesih), den du von Schahriam erbeten hast. Schahriam ¬
schickt mich mit diesen Gefangenen zu dir.“ Arsius freute sich
sehr, und sagte ihm: „Du bist mir unentbehrlich; jetzt aber bringe diese