294 II. Abhandlung. Fünftes Kapitel.
thig hatte. Ich habe auch in diesem Artikel über das,
was der berühmte Dü Fay über die Ohren der Salamander ¬
sagt, meine Betrachtung angestelt: denn nach
dieses Beobachters Bemerkung, sind sie gleich nach ihrer
Entstehung zu sehen, und verschwinden nach und nach,
daß man sie nie mehr zu sehn bekömt. Diese Sache
habe ich selbst mit gröstem Erstaunen wahrgenommen,
doch aber hatte ich in meinen Abhandlungen davon
noch nichts erwähnt. Ich wolte die Bemerkung gerne
noch einmal machen, aber ich habe noch nicht dazu gelangen ¬
können. Ich habe auch darüber meine Betrachtung ¬
gehabt, was Herr Dü Fay von dem Maustern
oder dem Häuten der Salamander anführt. Er hatte
die Art der Struktur des Häutgens gar wohl beobachtet, ¬
davon ich auch in meiner ersten Abhandlung geredet ¬
habe, und wenn mir die Stelle aus der Schrift
dieses akademischen Mitgliedes bekant gewesen wäre,
so hätte ich dieselbe angeführt.
Weil sich der Saame allzeit mit Wasser vermischt,
sehe ich nun wohl ein, warum die künstliche Befruchtung ¬
mit reinem lautern Saamen nicht gelingen ¬
will: der Beobachter muß hierinne der Natur folgen, ¬
und den Saamen ebenfals, nach ihrem Beispiele,
mit Wasser vermischen. Ich würde ebenfals wie Sie
denken, daß der Salamandersaamen, welcher sehr
dik ist, einer Verdünnung bedarf, wenn er natürlich
so wohl als künstlich die Befruchtung bewirken soll.
Die weise Natur ist sogar drauf bedacht, selbst den
menschlichen Saamen, durch die Lymphe, welche sich aus
den