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kreuzte ihr Angesicht und wünschte ihr Glück zu ihrer Rettung, und
nun ritten alle mit einander nach dem Palast. Hier wurde sie von
Jungfrauen und Verschnittenen zu ihrer Mutter geführt, welche sie
umarmte, und beide weinten.
Nachdem sie sich von der Reise erholt hatte, liess sie unter die
Armen Almosen austheilen, und in den Kirchen, Rapellen und Rlöstern
Gebete verrichten. In dieser Nacht erzählte sie ihren Eltern, was sie
erlebt hatte, wie Schahriam getödtet und Ras Ain erobert war. Dadurch
würde ihr Vater sehr erschrocken, und Furcht bemächtigte sich seiner,
und er fragte sie, wie sie die Beligion der Araber gefunden hätte.
„Mein Fürst, sagte sie, bei Gott, es giebt keine bessere Religion, als
die christliche. So wisse nun, dass ich dem Messias gelobt habe, wenn
er mich von diesen Arabern befreien würde, nicht eher das Abendmahl
zu geniessen, Fleisch zu essen, Wein zu trinken, und mich wieder taufen ¬
zu lassen, als bis ich zwei volle Monate in der Johanniskirche mit
Andachtsübungen zugebracht habe. Sobald ich aber von dem Glauben
der Araber gereinigt bin, will ich das Abendmahl geniessen, das Kreuz
küssen, Fleisch essen und Wein trinken, und dann soll mein Herz sich
freuen.“ Ueber diese Rede ward ihr Vater sehr erfreut. Tarun hatte
dabei die Absicht, kein Schweinefleisch zu essen und keinen Wein zu
trinken, und wählte desshalb diese Zurückgezogenheit, damit sie nicht
nöthig hätte, das Kreuz zu küssen und sich taufen zu lassen, da es ihr
mit dem Abfall vom Islam gar kein Ernst war.
Am folgenden Morgen begab sie sich nach der Johanniskirche, wo
sie sich einen Ort zu ihrer Wohnung ausersah; sie vertheilte Almosen
unter die christlichen Armen, und stellte sich sehr fromm und andächtig, ¬
indem sie die Ankunft Jukinna’s nach der Verabredung erwartete.
Der Fakih Ibrahim der Ascete erzählt nach einem Briefe, den er in
Batiha gelesen: es berichtet Abdalla ben Mohammed el Baszri in Baszra
nach Ebu'l Hasan Ahmed ben Fadhl, Imam der Hauptmoschee in Ahwas,
der es von Ali ben Abd el Hamid gehört hatte: es erzählt Affan ben
Muslem nach Mobarek ben Fadhale, und dieser nach Ebu Amran el
Dschofi, der es von Rais ben Hubeire ben Maksuh dem Moraditen gehört
hatte: Ich war einer von den Begleitern Jukinna’s, als er seine Botschaft ¬
bei dem Fürsten von Bidlis ausrichtete; nachdem er mit Tarun
gesprochen hatte, und diese weggegangen war, liess der Fürst von Bidlis
ihn vor sich kommen, und ich begleitete ihn dahin. Wir fanden Serwend -
auf seinem Throne sitzen; wir begrüssten ihn, und setzten uns;
Jukinna aber sprach: „Der Befehlshaber der moslimischen Heere in
Diar Rebia und Diar Bekr hat uns zu dir gesandt, um dich zu dem